Shanties, Seemannslieder & nordische Musik
Unser Repertoire ist so weit wie das Meer – und so ehrlich wie der Wind von vorn.
Der Passat Chor singt Lieder, die aus der Seefahrt stammen und bis heute nichts von ihrer Kraft verloren haben. Shanties, die einst an Bord den Takt vorgaben. Seemannslieder, die von Abschied und Wiedersehen erzählen. Nordische Musik, die nach Heimat klingt, selbst wenn sie von der Ferne handelt.
Viele unserer Stücke wurden früher auf Deck gesungen: beim Hieven der Segel, beim Pumpen, beim endlosen Warten auf günstigen Wind. Diese Lieder tragen Rhythmus in sich, sie sind gemacht für Gemeinschaft – und genau so erklingen sie auch heute noch bei uns. Wenn wir Wellerman, Leave Her Johnny oder What Shall We Do with the Drunken Sailor anstimmen, spürt man sofort, woher diese Musik kommt.

Genauso fest verwurzelt ist unser Repertoire im norddeutschen Raum. Lieder wie Wir lagen vor Madagaskar, Hamborger Veermaster, Rolling Home oder Ostseewellen gehören für uns ganz selbstverständlich dazu. Sie erzählen vom Norden, von rauem Wetter, von Häfen, von Menschen, die bleiben – und von denen, die immer wieder hinausfahren.
Daneben finden sich im Programm bekannte Seemannslieder, die Generationen begleitet haben: La Paloma, Santiano, Seemann, My Bonnie Is Over the Ocean oder Hoch im Norden. Manche davon sind leise und getragen, andere voller Schwung – doch alle haben eines gemeinsam: Sie berühren. Sie holen Erinnerungen zurück oder wecken Sehnsucht nach Orten, an denen man vielleicht noch nie war.
Unser Repertoire lebt. Es wächst, verändert sich, wird gepflegt und weitergegeben. Dabei geht es uns nicht um museale Tradition, sondern um lebendige Musik. Die Lieder sollen klingen, atmen und das Publikum mitnehmen – genauso wie uns Sänger.
Wer dem Passat Chor zuhört, hört nicht nur ein Konzert.
Man hört Geschichten. Von See und Land. Von damals und heute.
Und manchmal hört man darin auch ein Stück von sich selbst.